Du weißt bereits, dass Progesteron ein ganz wichtiges Hormon ist, das u.a. für Euren Babywunsch eine zentrale Rolle spielt. Ein Mangel an diesem wichtigen Hormon ist eine häufige Ursache, weshalb das Baby auf sich warten lässt. Daher liegt es mir besonders am Herzen, Dir heute ein paar Tipps zu geben, wie Du einen Mangel erkennst und was Du tun kannst um Deinen Progesteronwert zu verbessern.

Ein Progesteronmangel, der auch Gelbkörperschwäche genannt wird, kann von der Ärztin über eine Messung Deines Progesteronwertes festgestellt werden oder Du erkennst ihn an Deiner Temperaturkurve.

Wenn Du regelmäßig Deine Temperatur verfolgst, erkennst Du einen Temperaturanstieg in der zweiten Zyklus-Hälfte. Das ist auf das Progesteron zurück zu führen. Nach dem Eisprung wird das Progesteron in der verbliebenden Zellhülle, dem Gelbkörper produziert und lässt Deine Temperatur ansteigen. An der Länge dieser zweiten Phase kannst Du gut ablesen, ob die Hormonproduktion normal ist. Bleibt die Temperatur für ca. 10-16 Tagen hoch, ist das Progesteron wahrscheinlich im Normalbereich. Dauert diese Phase häufiger weniger als 10 Tage, liegt eine Gelbkörperschwäche vor. Wenn der Temperaturanstieg ganz ausbleibt, hat auch kein Eisprung stattgefunden.

Folgende Symptome können bei einem Progesteronmangel auftreten:

  • Unregelmäßige Zyklen bzw. Zyklusstörungen
  • Zwischenblutungen v.a. in der zweiten Zyklushälfte
  • Frühe Fehlgeburten: es findet zwar eine Befruchtung, aber keine Einnistung statt oder der Embryo kann nicht gehalten werden
  • starke PMS-Symptome oder Zystenbildung

Im Blogartikel „Progesteron – mehr als ein Babyhormon Teil 1“ habe ich die zusätzlichen Aufgaben von Progesteron beschrieben. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass noch weitere Symptome bei einem Progesteronmangel auftreten können. Diese können sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • Vermehrte Angstzustände, Depressionen
  • Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen
  • Verstärktes Schwitzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Haut- und Haarprobleme
  • Muskelschmerzen oder sogar Blasenschwäche

Das ist wirklich eine Menge. Solltest Du den Verdacht haben, dass bei Dir ein Progesteronmangel vorliegt, lass es von Deinem Frauenarzt überprüfen und besprich mit ihm oder ihr, wie Du vorgehen sollst.

Sicher gibt es eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit. Je nach Ausprägung oder als Ergänzung kannst Du zudem einiges auf natürlichem Wege tun, um deine Progesteronproduktion anzukurbeln.

Diese natürlichen Faktoren nehmen auf die Progesteronproduktion Einfluss:

  • Ernährung:
    Bestimmte Nährstoffe stehen im Zusammenhang mit einer optimalen Progesteronproduktion. Daher können z.B. Vitaminmängel einen Progesteronmangel begünstigen. Achte darauf möglichst ausgewogen zu essen. Zudem gibt es spezielle Lebensmittel, die die Progesteronproduktion positiv verstärken, da sie sogenannte progesteronähnliche Phytohormone enthalten. Dazu zählen z.B. Hafer, Linsen und Yamswurzel. Hast Du schon das Rezept „orientalische Linsencreme“ getestet?
  • Entspannung:
    „Jahr für Jahr in permanenter Eile zu leben ist ein sicherer Weg, den Progesteronspiegel zu senken“. Dieses Statement stammt von der berühmten Frauengesundheitsexpertin und Ernährungsbiochemikerin Dr. Libby Weaver. Und ja, Stress ist Gift für den Hormonhaushalt. Wenn Du in Deinem Alltag mehr für Ausgleich sorgen möchtest, kann die Übung „Magie der Sinne“ eine wunderbare Hilfe sein.
  • Lebensstil:
    Dein Progesteronlevel wird zusätzlich von Deinen Alltagsgewohnheiten beeinflusst, wie z.B. Deiner Schlafqualität, Deinem Bewegungspensum oder ob Du rauchst. Wie so oft gilt es einen guten Ausgleich in Deinem Alltag zu finden. Auch chemische Stoffe in Lebensmitteln, Kosmetika und Co können sich störend auf unseren Hormonhaushalt auswirken
  • Naturheilkunde:
    Mutter Natur hat für Frauen mit Progesteronmangel zwei gute Heilpflanzen parat. Sowohl Mönchspfeffer als auch Frauenmantel sollen den Progesteronmangel lindern. Beide Pflanzen können in Form von Tinkturen oder Tee verwendet werden.