Leider steckt hinter dem provokativen Titel eine traurige Wahrheit. Denn Konservendosen enthalten wirklich häufig Substanzen, die Gift für unseren Körper und für Euren Kinderwunsch sind.

Einer dieser Stoffe ist Bisphenol A, kurz BPA, das im Körper eine hormonähnliche Wirkung hat. Es ahmt das weibliche Hormon Östrogen nach und beeinträchtigt nachweislich die weibliche wie männliche Fruchtbarkeit.

Bislang gibt es v.a. Tierstudien, die die negative Wirkung auf die Fortpflanzung beweisen, doch auch einige Studien am Menschen bestätigen diesen Verdacht. In einer Studie an Frauen mit IVF-Behandlungen aus dem Jahr 2011 stellten Forscher fest, dass die Frauen mit höheren BPA Werten geringere Chancen hatten schwanger zu werden.

Vermutet wird, dass BPA die Eizellqualität senkt und die Fähigkeit reduziert, dass sich der Embryo einnisten kann. Dies verstärkt das Risiko für Fehlgeburten. Doch auch Männer werden durch BPA beeinträchtigt, u.a. weil BPA sich auf den Testosteron-Haushalt auszuwirken scheint.

So konnte eine Studie an Männern die beruflich viel mit BPA zu tun hatten, zeigen, dass diese Männer mehr Erektions- und Ejakulationsproblemen hatten und auch Ihre

Libido beeinträchtigt war.
Noch fehlen große Studien, doch ist immer die Frage, wer das finanziert und wie solche Studien am Menschen konzipiert werden können.

Ich finde, es braucht nicht unbedingt weitere Studien. Das was wir bisher wissen zeigt mehr als genug, dass es Sinn macht, die BPA Konzentration so gut wie möglich einzudämmen. Denn es ist bereits lange bekannt, dass BPA neben der Fruchtbarkeit negativ auf Herz, Leber, Insulinstoffwechsel und Schilddrüse wirkt.

Und wie sieht das die Regierung? Zwar hat der REACH-Regelungsausschuss (ein Gremium aus EU-Kommission und Mitgliedstaaten)  BPA als „besonders besorgniserregender Stoff“ eingestuft und diese Einstufung ist am 1. März 2018 in Kraft getreten, doch befindet sich die Massenchemikalie BPA immer noch in zu viele Artikel des täglichen Gebrauchs.

Interessanterweise muss wohl für jeden Artikel einzeln ein Verbot ausgesprochen werden. So ist die Verwendung von BPA seit 2011 in Babyflaschen verboten, in Schnullern dagegen nicht. Seit 2020 dürfen Thermopapiere, die BPA enthalten für Kassenzettel nicht mehr verwendet werden. Doch es gibt noch so viele weitere Artikel, die dazu führen, dass Du täglich BPA aufnimmst.

Höchste Zeit also, sich mit BPA auseinander zu setzen und dieses im Alltag zu reduzieren.
Du fragst Dich nun sicher, wo BPA überall enthalten ist.

Dies sind die häufigsten Quellen für BPA:

  • Getränkedosen und Aluminiumflaschen
  • Konservendosen
  • Plastikschüsseln
  • Mikrowellengeschirr
  • Thermopapier (zwar für Einkaufszettel verboten, aber nicht für Faxe, Kontoauszüge, Parkscheine)
  • Kartons von Fast-Food-Verpackungen
  • Teils in Zahnfüllungen, Zahnspangen und Prothesen

Auch in Kosmetika und Haushaltsgegenständen können sich erhebliche Mengen an BPA befinden, wie z.B. Nagellack, Wasserkocher, Schwimmhilfen, Gartenschläuche, Motorradhelme, Computergehäuse und vieles mehr.

Ich weiß, das fühlt sich erschlagend an und vielleicht fragst Du Dich, wo Du da ansetzen sollst. Ich denke, es geht nicht darum nun 100% BPA zu vermeiden. Das geht wahrscheinlich gar nicht. Doch macht es Sinn, die häufigsten Quellen auszuschalten.

In meinem Blogartikel „Schluss mit BPA – die ersten Schritte“ gebe ich Dir wertvolle Impulse, wie Du BPA im Alltag reduzieren kannst.

Wenn Du noch mehr zu BPA erfahren möchtest lies gerne hier direkt beim Bundesumweltamt nach.