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Wie bitte? Fehlgeburten sind normal? Ja, leider. Denn wusstest Du, dass statistisch gesehen nur jede dritte Befruchtung zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führt? In den meisten Fällen treten nach der Befruchtung Fehler auf, die zu einer Fehlgeburt führen. Dabei ist die Dunkelziffer der nicht gemeldeten oder sogar unbemerkten Fehlgeburten schätzungsweise noch viel höher. Warum schreibe ich Dir so etwas?

Ich möchte Dir den Druck nehmen und v.a. das Gefühl der Unzulänglichkeit. Es ist normal und ganz natürlich, dass es v.a. im sehr frühen Stadium zu mehreren „Fehlversuchen“ kommt. Das ist nicht Deine Schuld, sondern ein normaler Prozess der Natur.

 

Der Zellteilungsvorgang, der nach der Verschmelzung von Spermium und Eizelle geschieht, ist ein hochgradig komplizierter Vorgang und hierbei treten sehr häufig Fehler auf, die dazu führen, dass der Embryo nicht überlebensfähig ist.

 

Klar gibt es viel Forschung zu dem Thema, warum das so ist und durch was die Zellteilung alles beeinflusst wird. Doch noch ist sehr vieles ungeklärt.

Ein Ansatzpunkt wäre zu unterscheiden, zu welchem Zeitpunkt es zu einer Fehlgeburt kommt. Liegt es an der Eizell- und Spermienqualität, die die Wahrscheinlichkeit einer „erfolgreichen Zellteilung“ positiv beeinflusst oder an den Rahmenbedingungen der Einnistung oder der frühen Wachstumsphase des Embryos? In jedem dieser Fälle können andere Faktoren mit in das Geschehen einwirken.

 

Gerade das Alter der Frau – aber auch des Mannes – wird mit der Eizell-, bzw. Spermienqualität in Zusammenhang gebracht. Doch was heißt Qualität einer Zelle? Hierbei wird ihre Unversehrtheit und auch ihr Energielevel (den sie z.B. zum Teilen benötigt) betrachtet. Im Laufe des Lebens „ermüden“ die Zellen oder werden geschädigt. Dies geschieht primär durch unseren Lebensstil und Umwelteinflüsse. Das ist ein sehr individueller Prozess.

 

Daher ist nicht Dein Alter auf dem Papier ausschlaggebend, sondern Dein biologisches Alter. Also der Zustand Deiner Zellen. Dieser Zellzustand lässt sich auch wieder verbessern.

 

Am Sinnvollsten ist ein kombinierter Ansatz aus einer antioxidativen, zellenergiespendenden Ernährung, Zelltraining, körperlichen Aktivierungsübungen und Mindset-Veränderung, denn Stress beispielsweise wirkt hier auf verschiedenen Ebenen schädigend. Und klar, gilt es die schädigenden Stoffe möglichst zu reduzieren. All diese Veränderungen hören sich super anstrengend an, sind aber, wenn gezielt angewandt, einfach in den Alltag zu integrieren und schenken Dir wieder neue Lebensenergie. Zudem kann dadurch die Wahrscheinlichkeit einer optimalen Zellteilung bei der Befruchtung erhöht werden, aber es bleibt ein Wunder, wenn es wirklich einwandfrei funktioniert.

Dann gibt es natürlich auch Rahmenbedingungen v.a. im weiblichen Körper, die die Einnistung und auch das Wachstum des Embryos beeinflussen. Hierzu zählen z.B. die Schilddrüsenfunktion oder die Progesteronproduktion. Auch Erkrankungen wie PCOS, Myome oder sogar bestimmte immunologische Reaktionen können die Schwangerschaft beeinträchtigen.

 

Nun habe ich Dir viele „körperliche“ Phänomene zu dem Thema aufgelistet und Wege gezeigt, darauf Einfluss zu nehmen. Ich finde, manchmal hilft es auch zu wissen, was da eigentlich los ist. Doch gibt es da auch noch die anderen Ebenen. Schließlich machen all diese Erfahrungen etwas mit Dir.

 

Jeder Misserfolg gibt Dir das Gefühl weiter von Deinem Traum entfernt zu sein. Ängste und negative Gedankenspiralen bringen eine unglaubliche Schwere in Dein Leben. Egal, was da in Deinem Körper los ist – die Psyche schlägt jedenfalls Alarm. Und das will ebenso ernst genommen werden.

 

Was kannst Du also tun, um besser damit umzugehen, wenn Du wieder bangst: „wird es diesen Monat klappen“?

1. Mach den Schwangerschaftstest nicht zu früh!
Ich weiß, es ist sehr schwierig, die Zeit abzuwarten, denn Du willst einfach wissen, ob es nun endlich geklappt hat. Doch das tückische an den frühen Schwangerschaftstests ist, dass sie dir in einem sehr frühen Stadium, in dem „noch vieles offen ist“ Hoffnung machen, die dann evtl. wieder enttäuscht wird und Dich in dein Loch stürzt.

2. Arbeite mit Deinem Mindset!
Vielleicht spürst Du immer wieder in Dich und versuchst Veränderungen wahrzunehmen, die Dir als Anzeichen dienen können, ob es geklappt hat, oder nicht. Sei Dir bewusst, dass in Deinem Körper viel los ist und er sein Bestmöglichstes gibt. Doch ist er vielleicht gerade in der wesentlichsten „Bauphase“ mit ungewissem Ausgang. Sage Dir, Dein Körper macht seine Arbeit so gut er kann, egal ob Du es weißt, es beobachtest oder nicht. Vielleicht hilft Dir immer wieder zu sagen „ich lass Dich machen, Du zeigst mir zum richtigen Zeitpunkt, ob mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist oder nicht“. Übungen aus dem Mental-Training oder der Achtsamkeitslehre können Dich hierbei sehr gut unterstützen

    3. Lenke Dich ab und tut Dir etwas Gutes!
    Du wirst den Vorgang in Deinem Körper durch Dein Hibbeln nicht beschleunigen oder die Zellteilung verbessern. Aber Du wirst Dir die Zeit schwerer machen und mehr leiden. Also versuche Dich so gut wie möglich abzulenken und bewusst schöne Erlebnisse und Gedanken zu erschaffen.

    Zum Thema „Hibbelzeit“ empfehle ich Dir auch diesen Blogbeitrag:
    „3 wertvolle Tipps für die Hibbelzeit“

    Gerne unterstützte ich Dich und Deinen Partner / Deine Partnerin darin, Eure Körper zu stärken, als auch mit all dem Druck und Leid besser umzugehen. Es ist an der Zeit Euer Leben wieder zu genießen, während Ihr auf Euer Wunder wartet.

    Vereinbare gerne ein kostenfreies Erstgespräch und lass uns herausfinden, was Euch am besten unterstützt. Ich freue mich, Euch kennen zu lernen.