Foto: ©DIhar Ulashchyk_fotolia

Vital-Food ist in. Schließlich hast Du mit dem Essen eine kraftvolle Stellschraube in der Hand, um Deinen Körper aus zu balancieren. Doch wo fängst Du beim Essen am besten an umzustellen, wie reduzierst Du Schadstoffe und worauf kannst Du dich noch verlassen? Das alles verrate ich Dir in diesem Artikel.

Dein Essen nimmt auf so Vieles Einfluss: Deine geistige Leistungsfähigkeit, Deine Konzentration, Dein Immunsystem sowie Deinen Stresslevel, die Gesundheit Deiner Organe, Deinen Stoffwechsel und eben auch auf Dein gesamtes Hormonsystem.

Nutze diesen Einfluss auf positive Weise, in dem Du Deinem Körper Essen zuführst, das ihm wohltut, das Dich unterstützt und Dir natürlich auch schmeckt.

Klar ist es wichtig, was Du isst. Doch solltest Du in jedem Fall auf die Qualität der Lebensmittel achten. Mit hochwertig „produzierten“ Lebensmitteln sorgst Du dafür, dass Dein Körper wertvolle Vitalstoffe erhält und dabei kaum negative Schadstoffe aufnimmt. Diese Art der Lebensmittel stellt somit ein echtes Kraft- und Vitalpaket für den Körper dar.

Zumeist handelt es sich hierbei um biologisch angebaute Lebensmittel. Denn mittlerweile sind konventionell angebaute und produzierte Lebensmittel deutlich mit allerlei negativen Stoffen belastet, die auch dem Körper ziemlich zu schaffen machen.

Unsere Lebensmittel werden heutzutage stark gedüngt und gespritzt. Dies hat zur Folge, dass viele Gifte, die eigentlich nur in geringen Mengen für den Boden gedacht waren oder Schädlinge abtöten sollten, in unseren Lebensmitteln landen. Zwar gibt es eine Verordnung, die angeblich unschädliche Höchstmengen regeln soll, doch ist die Frage, wer die wirklich verwendete Menge kontrolliert und welche Konsequenzen ein Verstoß hat. Weil dies in Deutschland wohl nicht sonderlich gut funktioniert, hat die EU-Kommission erst diesen Juni Deutschland mit Strafzahlungen gedroht.

Doch wie sieht es bei Bio-Lebensmitteln aus? Kann man sich darauf überhaupt verlassen? Bio ist generell nicht gleich Bio. Es gibt verschiedene „Stufen“. Doch ist die geringste Stufe immer noch mit viel strengeren Auflagen versehen, als dies für konventionelle Lebensmittel gilt. Ich versuche ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen:

  1. Das Bio-Siegel (grünes Sechseck, in der Mitte steht „BIO“)
    Das Bio-Siegel zeigt auf, dass beim Anbau bzw. der Produktion des jeweiligen Lebensmittels bestimmte Mindest-Standards eingehalten wurden. Welche Standards das sind regelt die EU-Bio-Richtlinie. Hierbei ist die erlaubte verwendete Pestizid-Menge viel geringer als bei konventionellen Lebensmitteln. Zudem darf keine Gentechnik zum Einsatz kommen und es gibt strengere Düngeauflagen. Bei der Tierhaltung ist auf eine artgerechte Haltung mit entsprechendem Raum für Tiere zu achten. Außerdem ist die Gabe von Medikamenten und Antibiotika bei Tieren strenger geregelt. Diese dürfen beispielsweise nur zur Behandlung und nicht als Prophylaxe eingesetzt werden. (In der konventionellen Tierhaltung werden die Tiere teils mit Medikamenten und Antibiotika „vollgepumpt“, was natürlich auch durch deren Fleisch und Produkte, wie Milch in unseren Körper gelangt)

 

  1. Die „strengeren“ Siegel (Naturland, Demeter, Bioland)
    Einige Verbände kritisieren, dass die EU-BIO-Richtlinie noch nicht streng genug ist. Diese Verbände sind u.a. Naturland, Demeter und Bioland. Sie vergeben zusätzlich zum Bio-Siegel ihre eigenen Siegel, haben strengere Kontrollen und stehen daher für wirkliche Qualität. So soll z.B. der gesamte Betrieb nach der Bio-Richtlinie arbeiten und nicht nur ein Teilbereich, wie es bei dem Bio-Siegel der Fall ist. Auch gibt es noch strengere Auflagen für Pestizide und Düngung. Bei der Tierhaltung fordern die Verbände u.a., dass den Tieren wirklicher Auslauf und Freiraum gewährt wird.

Generell fährst Du mit dem Bio-Siegel bereits besser, als wenn du konventionelle Lebensmittel kaufst. Klar sind manche Bio-Lebensmittel teurer.

Denke daran, dass hochwertige „reine“ Lebensmittel Deinen Körper nähren. Sie erhalten ihn, sie tun im gut. Bei vielen konventionellen Lebensmitteln belastest Du Deinen Körper oft mit zusätzlichem „Müll“, der auch Dein Hormonsystem nachweislich negativ beeinflusst.

Es muss nicht gleich alles in Bio sein. Klar gibt es auch tolle regionale Produkte, die nicht bio sind, einfach, weil sie sich die Zertifizierung sparen wollen. Damit Du für Dich weißt, wo Du am besten anfängst, habe ich Dir ein paar Kriterien zusammengestellt:

  1. Alles vom Tier nur noch Bio:
    Bei Fleisch- und Wurstwaren und bei den Milchprodukten empfehle ich definitiv auf Bio-Qualität zu achten. Wie Du bereits weiter oben erfahren hast, hängt das mit der Medikamenten- und Antibiotikagabe zusammen, ganz abgesehen vom Tierschutz. Eine Ausnahme ist natürlich, dass Du den Metzger kennst und weißt, von welchen Bauern er sein Fleisch bezieht und wie die Tiere gehalten wurden. Das ist natürlich Vertrauenssache.
    Generell gilt bei tierischen Lebensmitteln: lieber weniger aber wenn auf gute Qualität achten.

 

  1. Bestimmtes Obst und Gemüse nur in Bio:
    Leider sind Obst- und Gemüsesorten zu ca. 95 % mit Pestiziden belastet. Teils überschreiten die gemessenen Mengen die zulässigen Höchstmengen. Es gibt hierbei bestimmte Obst- und Gemüsesorten, die die Pestizide besonders stark speichern. Daher solltest Du diese Sorten in jedem Fall in Bio-Qualität kaufen. Bei allen anderen empfehle ich zumindest auf die regionale Herkunft zu achten, da Du so mehr Vitamine enthalten hast und auch die Umwelt schonst. Die Obst-und Gemüsesorten, die besonders stark belastet sind, sind:

    Obst: Äpfel, Nektarinen, Mandarinen, Aprikosen, Erdbeeren, Trauben, Pfirsiche, Kirschen, Birnen, Grapefruit

Gemüse: Tomaten, Paprika, Spinat, grüne Bohnen, Grünkohl, Sellerie, Feldsalat, Rucola, Kartoffeln

Frische Kräuter: alle Sorten

 

Mit diesen ersten Schritten hast Du bereits viel gewonnen. Wenn Du Dich dann noch nach der Saison richtest und überwiegend regional kaufst, kreierst Du Dir ein echtes Vital-Food, das Deinen Körper, Deinen Geist und Deiner Seele gut tut.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch einen kleinen Praxistipp an die Hand geben.

Denn die Umweltgifte und andere Belastungen wirken im Körper u.a. als freie Radikale die die Zellen angreifen. Mit Antioxidantien kannst Du etwas entgegen wirken. Eine tolle Quelle für Antioxidantien sind z.B. Beeren – also Blaubeeren, Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren.

Für den Sommer eignet sich ein leckeres Beeren-Eis hervorragend, um Dir auf gesunde Weise eine angenehme Abkühlung zu verschaffen:

 

Beeren-Eis:

Wähle einen Beeren-Mix (in Bio-Qualität) Deiner Wahl. Wenn Du frisches Obst hast, wasche es und mach es fertig zum Verzehr (z.B. kleine Stiele entfernen). Friere es dann für mind. 4 Stunden ein.
Gerne kannst Du auch gleich auf Tiefkühlobst zurückgreifen.

Für eine Portion ein (zum Sofortverzehr) nimmst Du:

100 g   gefrorenes Beeren-Obst

40 g     Joghurt (Alternativ Soja- oder Kokosjoghurt)

½         reife Banane (nur wenn Beeren recht sauer)

Püriere alles zusammen mit einem Pürierstab und genieße das entstandene Eis.

 

Ich hoffe sehr, dies ist ein erster guter Leitfaden für Dich. Ich freue mich, wenn Du mir eine kurze Rückmeldung gibst, ob er Dir geholfen hat und was Du bereits oder ab jetzt umsetzt.
Und natürlich interessiert mich, wie Dir das leckere Rezept geschmeckt hat.