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Wie oft fragst Du Dich „Warum passiert das mir? Warum passiert das uns?“ Wie oft findest Du Dich in den Momenten wieder, in denen Du einfach nur verzweifeln kannst und die Situation so satt hast? Du dieses ewige Warten aufs Babywunder und Enttäuscht-Werden leid bist und gleichzeitig in Dir dieses Gefühl der Ohnmacht ist, nichts wirklich dagegen tun zu können.
Wenn Du dann den Satz hörst: „Akzeptiere wie es ist, dann kommst Du besser klar“ – da könnte man doch nur schreien, oder? Was soll man an diese ewigen Enttäuschungen bitte akzeptieren können?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nur der Weg nach vorne aus dieser gefühlten inneren Verkrampfung führt. In dem Du dich mit den Gefühlen in Dir auseinander setzt, kannst Du sie gehen lassen. Natürlich bedeutet das nicht, dass dadurch Dein Wunsch nach einem Baby in Erfüllung geht, doch lebst Du bis dahin viel leichter und kannst die Zeit des Wartens aufs Babywunder für Dich vielleicht sogar positiv gestalten.

Aber wie geht das? Welcher Weg führt da durch? Eine Möglichkeit ist, sich genau mit den Gefühlen auseinander zu setzen, die bei solchen Sätzen wie „Akzeptiere es, dann wird es leichter“ angetriggert werden. Das kann ich Dir als Coach aber auch aus eigener Erfahrung bestätigen. In diesem Artikel möchte ich mit Dir 3 Schritte teilen, die Dir helfen können, aus den Gefühlen von Wut, Ohnmacht, Verzweiflung herauszukommen. Diese 3 Schritte haben mir selbst in den unterschiedlichsten Situation bereits gute Dienste geleistet und so hoffe ich, dass Sie auch Dir helfen, diese ungewisse Situation, ob Du je Mama oder Papa wirst besser (er)tragen zu können.


1. Registriere was es mit Dir macht

„Vielleicht musst Du die Situation einfach akzeptieren. Dann klappt es sogar eher“ – Was macht es mit Dir, wenn Du diesen Satz von Freunden oder Bekannten hörst? Könntest Du da nicht innerlich aus der Haut fahren? Auch wenn es erstmal absurd klingt, kann Dir dieser Gefühlsschwall dabei helfen, die Situation für Dich erträglicher zu machen. Schau Dir an, welche Gefühle hierbei hoch katapultiert werden. Da ist vielleicht die Wut auf Dein Gegenüber, der oder die anscheinend nicht zu begreifen scheint, wie wichtig Dir Dein Babywunsch ist. Da gibt es vielleicht die Ohnmacht, die Dich wie gelähmt fühlen lässt. Schließlich kannst Du nichts anderes tun als weiter zu hoffen, dass all Deine Bemühungen irgendwann Früchte tragen werden und Du irgendwann Dein Baby in den Armen hältst. Da ist der Schmerz, der so deutlich die unerfüllte Sehnsucht wiederspiegelt. All diese Gefühle wahrzunehmen und da sein zu lassen ist bereits der erste wichtige Schritt. Frage Dich auch, welches dieser Gefühle Dich am stärksten herunter zieht und begegne diesem Gefühl in dem Du es genauer erforschst und in Frage stellst. Gerne zeige ich Dir diesen Prozess am Beispiel der Ohnmacht.

 

2. Lerne zu unterscheiden
Stelle das Gefühl in Frage und schau Dir an, was es Dir sagt. Frage Dich, ob das wirklich wahr ist. Und dann versuche zu akzeptieren, dass das Gefühl da ist. Akzeptieren heißt dabei nicht, der Ohnmacht die Türen zu öffnen und sie willkommen zu heißen? Zu akzeptieren, dass Du wie gelähmt bist und nichts tun kannst? Denn dem ist ganz und gar nicht so. Akzeptieren heißt auch nicht, dass Du die Situation gut zu finden hast und auch nicht, dass Du überhaupt keinen Handlungsspielraum hast. Vielmehr gilt es zu unterscheiden, wo Du selbst etwas ändern kannst und was Du leider hinnehmen musst. Hierfür kann Dir vielleicht eines meiner Lieblings-Zitate weiter helfen:

„Ich wünsche Dir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die Du nicht ändern kannst,

den Mut, Dinge zu ändern, die Du ändern kannst,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

(Reinhold Niebuhr)

 

Akzeptieren ist vielmehr der Ist-Situation ins Auge zu blicken, zu sagen. „Ok, so ist es jetzt gerade nun mal“ und dann aus dieser Situation das Beste zu machen. Denn ganz häufig versuchen wir uns gegen die Situation, wie sie ist, zu wehren, sie nicht wahr haben zu wollen und lähmen uns damit selbst. Wenn wir sie annehmen, ist sie immer noch nicht schön, aber wir können unseren Handlungsspielraum wieder erkennen.

3. Sorge für Dich

Schau Dir Deine gesamte Situation an. Klar kannst Du vielleicht das „Ziel“ – die eigene Familie –  nicht herbei zaubern. Aber Du kannst definitiv viel an Deiner Situation, an Deinem Innenleben, ändern. Du kannst z.B. dafür sorgen, dass Dein Leben, bis es endlich soweit ist, glücklicher und erfüllter wird. Dass Du Dich wohler in Deiner Haut fühlst und Dein Körper fit und gesund bleibt. Du kannst somit dafür sorgen, dass „die Zeit des Wartens“ erträglicher wird und sinnvoll genutzt ist. Du kannst so viel mehr tun, als „nur zu warten“. Fange gleich an und frage Dich, was Du Dir heute Gutes tun kannst und dann tue es.

 

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, ob Dir dieser Artikel weiter geholfen hat. Teile gerne Deinen inneren Prozess und wie Du Dich aus den unschönen Gefühlen befreist.

Natürlich stehe ich Dir auch persönlich mit all meiner langjährigen Expertise aus den Bereichen Gesundheit, Weiblichkeit, Ernährung, Hormonsystem und Persönlichkeitsentwicklung  zur Seite, wenn Du merkst, dass dieser Prozess für Dich noch etwas herausfordernd ist.  Melde Dich gerne zu einem unverbindlichen Kennenlern-Gespräch an. Ich freue mich darauf.